CAVA beschleunigt die Produktentwicklung bei Ford

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Innovationen für effizientere Produktionsmethoden haben eine langjährige Tradition in der Automobilindustrie. Bereits 1913 wurde die erste Fließbandmontagelinie eingeführt, damals für die legendäre Tin Lizzy. Ein Jahrhundert später haben sich sowohl die Autos selbst wie auch ihre Herstellung stark verändert. Optimierungen in der Produktion sind jedoch nach wie vor immer ein zentrales Thema. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Anwendung der CAVA Produktsuite von TechniaTranscat (ehemals Transcat PLM). Diese Lösung ermöglicht den Herstellern ein höheres Leistungs- und Flexibilitätsniveau in der Durchführung automatisierter Tests, um virtuelle Homologationen zu erzielen.

Die TechniaTranscat GmbH (ehemals Transcat PLM) mit Hauptsitz in Karlsruhe ist ein Software Unternehmen mit hervorragenden fachspezifischen Kenntnissen der Prozesssteuerung in verschiedenen Branchen. Darunter auch die Automobilindustrie, für welche die auf CATIA basierende CAVA Lösung entwickelt wurde. Diese prozessbegleitende Software ist speziell auf die Anforderungen der Fahrzeugentwicklung ausgelegt, um während der gesamten Prozesskette die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben durch geometrische Darstellung der geforderten Industrie-Standards in CATIA zu unterstützen. Inzwischen wurde CAVA auch außerhalb der EU bzw. ECE von einer Pkw-Zertifizierungsbehörde offiziell als technische Lösung für virtuelle Homologationen zugelassen.

Seit gut sieben Jahren setzt die Ford Motor Company auf diese Lösung. Auch für den US-Hersteller galt es, die Effizienz im Entwicklungsbereich zu erhöhen. Das Ziel hierbei war es, Kosten für die internen Entwicklungsprozesse durch ständige Aktualisierung von Normen und Richtlinien zu senken. So sollte ein höheres Leistungs- und Flexibilitätsniveau erreicht und gleichzeitig mehr Raum für zusätzliche Tests und Überprüfungen geschaffen werden. Dafür realisiert TechniaTranscat (ehemals Transcat PLM) die Integration der für die Automobilindustrie wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen inklusive Aktualisierungen und kreiert auf diese Weise eine Standardanwendung. Die Implementierung von CAVA bei der Ford Motor Company begann im Jahr 2007, ab diesem Zeitpunkt wurde die Lösung nahtlos in das globale Unternehmenssystem von CATIA V5 integriert. Schon ein Jahr später wurde die Software bei Ford über alle Standorte hinweg produktiv eingesetzt.

Heute arbeiten in dem Unternehmen rund 100 CAVA-Anwender weltweit mit dieser Software im Bereich des globalen Produktmanagements, darunter Abteilungen in den USA, Brasilien, Deutschland, im Vereinigten Königreich, in der Türkei sowie in Australien, China und Indien. Die CAVA Software ist für verschiedene Entwicklungsbereiche konzipiert. CAVA Vision zum Beispiel wird für die Sichtanalyse der Fahrzeugkonstruktion eingesetzt, denn es gibt umfangreiche Anforderungen für den Fahrzeugbau, die von den Herstellern einzuhalten sind. CAVA Safety spielt in der Konstruktion eine wichtige Rolle, da der Bereich Sicherheitsvorrichtungen stark an Bedeutung zunimmt und direkte Sicherheitsaspekte für Fahrzeuginsassen sowie Fußgänger in der Fahrzeugentwicklung eine bedeutende Rolle spielen. Neben den Prüfungen auf Gesetzeskonformität gibt es auch Lösungen wie etwa CAVA Tools zur einfachen und schnellen Berechnung einer Autosilhouette oder CAVA Wiper zur Prüfung der vom Gesetz geforderten gewischten Fläche bei Scheibenwischern mittels Simulation und Visualisierung qualitativer Parameter. Die Menüführung der CAVA Produkte entspricht in der Handhabung den Eigenschaften von V5, sodass die einfache Verwendung mittels intuitiver graphischer Bedienoberfläche hohe Akzeptanz in allen Bereichen und bei allen Anwendern bewirkt.

CAVA hat sich auch bei der Kostensenkung durch Prozessoptimierung als ausgesprochen wirkungsvoll erwiesen. Es kann daher schon in einer frühen Konstruktionsphase eingesetzt werden und im Anschluss über die gesamte Entwicklung und Validierung hinweg, wodurch eine deutliche Kosten- und Ressourceneinsparung bei der Produktentwicklung erreicht wird. Da die Homologationsabteilung von der Produktentwicklung zuverlässige und validierte Daten erhält, ist die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen über den ganzen Prozess hinweg sichergestellt. Die Verfahren bei Systemanalysen und Typabnahmeprüfungen werden somit deutlich effizienter. Das Sichtfeld des Fahrers zum Beispiel lässt sich genau berechnen und virtuell testen. Darüber hinaus wird die Auswertungsqualität des CAD wesentlich verbessert, womit der Aufwand für interne Tests anhand von Prototypen minimiert wird.

Die Ergebnisse werden stets gespeichert, sodass man bei späteren Entwicklungen nicht bei null beginnen muss. Hierzu arbeitet CAVA mit dem Feature der CATIA-Vorlagen. Eine zuvor komplizierte Anwendung wird damit sehr stark vereinfacht. Dies ermöglicht höhere Effizienz in der Entwicklung einzigartiger Hilfsmittel beispielsweise für die Sichtfeldauswertung. Doch nicht nur bezüglich der digital errechneten Sicht des Fahrers, sondern auch von dem systematischen Ansatz und der zuverlässigen Nutzbarkeit stets aktualisierter Standards durch CAVA profitiert die Ford Motor Company heute. Es ist offensichtlich, dass regional unterschiedliche gesetzliche Vorgaben in globalen Produktentwicklungsprozessen in Zukunft eine noch bedeutendere Rolle spielen werden. Integriertes und effizientes Compliance Management wird dabei ein Faktor für die weltweite Wettbewerbsfähigkeit sein.

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