Schwedischer Baumarkt Gigant setzt auf PLM zur schnelleren Expansion

Mit Product-Lifecycle-Management (PLM) können Unternehmen von der Digitalisierung profitieren, indem durch eine Straffung aller Prozesselemente Daten gesammelt, strukturiert und verarbeitet werden. Oft wird das Potenzial solcher Systeme in erster Linie in der Industrie und der Produktentwicklung gesehen, doch auch im Handel offenbaren sich enorme Chancen. Denn auch hier spielt ein auf den Kunden zugeschnittenes Produktportfolio und schnellere Reaktionszeiten eine zunehmend größere Rolle. Eine Herausforderung, die ohne solche Systeme kaum noch zu bewerkstelligen ist. Zwischen 2009 und 2014 verdoppelte Jula seinen Umsatz auf 578 Mio. Euro. Konnte man das Produktportfolio anfangs noch mit reiner Manpower verwalten, hat man sich mit zunehmendem Wachstum mit komplizierten Dokumentationsprozessen so verzettelt, dass die Entwicklung des Unternehmens deutlich gebremst war.

Die Arbeit mit Excel-Dateien wurde zunehmend erdrückend, denn für jedes Produkt gab es 10 bis 15 Dateien, die alle laufend aktualisiert und den Mitarbeitern zugänglich gemacht werden mussten. In den letzten Jahren war dies so nicht mehr zu handhaben. Jula eröffnete neue Filialen und trat in internationale Märkte ein. Gleichzeitig wurde die Produktpalette erweitert, während die Anforderungen an nachhaltige Produkte und ihre Rückverfolgbarkeit einen zusätzlichen Dokumentationsaufwand mit sich brachten. Der Baumarkt führt inzwischen rund 14.000 Produkte mit Tausenden länderspezifischen Produktausprägungen für die Filialen in Schweden, Norwegen und Polen. Da wurde es äußerst schwierig den Überblick zu behalten. Es bestand also unübersehbar Handlungsbedarf. Entsprechend hat das Unternehmen seine Anforderungen und Notwendigkeiten formuliert und kam zu dem Schluss, dass PLM einen Ausweg darstellt und TechniaTranscat eine solche Lösung anbieten kann. Die Zusammenarbeit an dem Projekt begann 2014. Nach einem Jahr war nahezu die gesamte Excel-Dokumentation in einem PLM-System abgebildet. Mit PLM wurde alles in einem System gebündelt und eine Struktur geschaffen, welche die Grundlage für effiziente Prozesse und Automatisierung bildet. Arbeitsprozesse wurden so optimiert und vereinfacht, was ein schnelleres Time-to-Market ermöglichte. Bleibt die Frage nach dem Return-on-Investment. Dabei ist es nicht immer möglich, die Optimierung ausschließlich in monetären Dimensionen anzugeben, denn es geht auch um Struktur, Prozesse, Skalierbarkeit und den Abbau von Fehler- & Frustrationsquellen. Bei Jula ist man mit der Entwicklung ausgesprochen zufrieden und sieht sich nun bestens aufgestellt, den Wachstumskurs fortzusetzen.