Fünf Fragen, die man sich bei der Auswahl einer PLM-Plattform stellen sollte

October 09, 2018

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Kürzlich musste ein Kumpel von mir ein neues Familienauto für sich selbst, seine Frau, die zwei Kinder und den Hund kaufen. Seine Frau war äußerst beschäftigt, also ging er allein in ein Autohaus, schaute sich einige Angebote an.... und brachte schließlich einen Porsche Boxster nach Hause.


“Was um alles in der Welt ist DAS denn!?” fragte seine Frau.
“Das beste Auto, das wir uns leisten können“ antwortete er. “Der Autoverkäufer hat gesagt, dass es ein echtes Schnäppchen ist!”

“Und kannst du damit die Kinder zur Schule bringen? Ist es geeignet für den geplanten Campingurlaub? Bleiben die Benzinkosten im Rahmen?”
“Das nicht” gab er verlegen zu. “Aber es beschleunigt von 0 auf 60 in weniger als 5 Sekunden.
“Na klasse. Das bringt ja für den Stau auf dem Weg zur Arbeit richtig viel,“ antwortete sie.
Eigentlich hatte mein Freund ja irgendwie recht.

Der Porsche Boxster ist schon ein tolles Auto – nur eben nicht für die Zwecke, für die er ihn brauchte. Die beeindruckenden technischen Daten hatten ihn so fasziniert, dass er vergaß, wofür er das Auto hauptsächlich benötigte.
Wenn Sie sich nach einer Plattform für Product Lifecycle Management umschauen, könnten Sie mit ihm im selben Boot (oder Porsche) sitzen.
Allzu leicht verzettelt man sich im Fachjargon, indem man rätselhafte Details miteinander konkurrierender Produkte vergleicht und sich dabei auf Dinge versteift, die zwar beeindruckend sein mögen, die man aber wahrscheinlich sowieso nie nutzen wird. Gleichzeitig verliert man dann aber dabei den Blick für das große Ganze, die Faktoren, die Ihrem Unternehmen im Vergleich zu anderen einen echten Mehrwert bringen.

Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen helfen, den unnötigen Ballast abzuwerfen und sich auf die wirklich entscheidenden Fragen zu konzentrieren, die Sie auf der Suche nach dem perfekten PLM-Partner stellen sollten. Legen wir los!

1. Bietet die PLM-Plattform eine End-to-End-Lösung?


Man sollte sich unbedingt darüber im Klaren sein, dass der Hauptvorteil der Nutzung von PLM-Technologie darin besteht, dass PLM den Gesamtprozess vom Design über die Entwicklung, die Produktion bis zur Weiterentwicklung/Verfeinerung eines Produkts optimiert. Der ganze Vorgang wird von einem Ort aus durchgeführt, keinerlei Hin- und Her zwischen Programmen und Anbietern.
Selbstverständlich sollte Ihre Software jede Etappe dieser Reise des Produkts vom CAD-Design über die Produktionsplanung bis hin zu späteren Änderungen begleiten.
Achten Sie auf Optionen, die virtuelle Fertigung und lebensechte Simulationen bieten. So erhalten Sie ein realistisches Bild, wie Ihr Produkt einmal aussehen wird.
Bei den besten Anbietern erhalten Sie eine 3D-, 360-Grad-Ansicht Ihres gesamten Projekts von der Ideensammlung bis zum Verkauf. All das auf einer Plattform.

2. Unterstützt die Plattform alle vertikalen Applikationen?

Es ist extrem wichtig, dass Sie mit jemandem zusammenarbeiten, der Ihre speziellen Bedürfnisse und Ihren einzigartigen Unternehmenskontext versteht.
Ja, technischer Sachverstand ist unerlässlich, aber damit allein ist es nicht getan. Anbieter müssen wissen, wie es in Ihrer Branche läuft, welche Herausforderungen zu bewältigen sind, wie das alles schließlich in die Markteinführung Ihres Produkts mündet. Nur so werden sie in der Lage sein, eine wirklich maßgeschneiderte Lösung zu konzipieren, die all dies berücksichtigt und unterstützt.

Vergewissern Sie sich, dass Ihr PLM-Partner mit Ihrem Business und Ihrem Markt vertraut ist, egal was Sie egal wo verkaufen wollen.
Halten Sie Ausschau nach einem Unternehmen mit umfangreicher Erfahrung, das Kunden verschiedenster Branchen, darunter auch größere und gar Fortune 500 Unternehmen betreut. Mit einem weltweit tätigen Partner zusammenzuarbeiten, ist ein weiterer großer Pluspunkt.

3. Wie sieht es mit dem Aftersales aus?

Wir haben es alle schon einmal erlebt, wie ein charmanter und aufmerksamer Verkäufer uns das Blaue vom Himmel verspricht, aber nichts von sich hören lässt, wenn es ernst wird. Diese Art, sich aus dem Staub zu machen, wird bei PLM nicht funktionieren.
Um aus Ihrer PLM-Plattform das Maximum herauszuholen, benötigen Sie Support, Beratung und Anleitung, die weit über den ursprünglichen Kaufvorgang hinausgehen. Ihr PLM-Partner muss also darauf gefasst sein, Ihnen bei der Implementierung, dem Upgrade und der Verwaltung Ihres Systems behilflich zu sein und Ihnen bei Software-Updates und Prozessänderungen noch Jahre lang zur Seite stehen.
Bei den besten PLM-Unternehmen auf dem Markt stehen Berater- und Expertenteams extra für diese Zwecke abrufbereit und stellen sicher, dass auch in der Zukunft eine reibungslose und kostengünstige Nutzung der Technologie gewährleistet ist.

4. Wie gut lässt es sich mit anderen Produkten integrieren?

Um von einer PLM-Plattform wirklich zu profitieren, müssen Sie Ihre Mitarbeiter dazu bringen, sie es ganz selbstverständlich und intuitiv zu nutzen. Sie soll Teil der Arbeitsplatzkultur Ihres Unternehmens werden, die Zugangssoftware für den gesamten Produktentwicklungszyklus.
Dies lässt sich leichter umsetzen, wenn Ihr PLM Teil einer größeren gut integrierten Produktsuite ist, die all Ihre Aufgaben und Ziele unterstützt.
So nutzen zum Beispiel viele unserer Kunden zur Designanalyse Tools wie Q-Checker und CAVA, und setzen auf spezifische Add-Ons zur Steigerung der Produktivität, Systemleistung und Benutzer-Akzeptanz. All diese Instrumente wurden mit dem Ziel entwickelt, Hand in Hand zu arbeiten und so für ein reibungsloses, konsistentes Nutzererlebnis zu sorgen, welches auch die Zusammenarbeit und Effizienz verbessert.
Auch ist unbedingt darauf zu achten, dass Ihr PLM gut mit der bereits existierenden Infrastruktur wie Ihrem ERP vereinbar ist. Denn dann bereitet die Konfigurierbarkeit keine Kopfschmerzen und Ihre Gesamtbetriebskosten könnten langfristig sinken.

5. Welche Schulungen werden angeboten?

Wir können nicht genug betonen, in welch entscheidendem Ausmaß das Onboarding und Schulungen dazu beitragen, maximal von einer neu eingerichteten Plattform oder Technologie zu profitieren. Die Zusammenarbeit mit einem Partner, der sich dessen bewusst ist, verkürzt die Zeit der Implementierung Ihres PLMs dramatisch, beschleunigt die Einarbeitungsphase, so dass Sie schon bald Resultate erzielen.
Sehen Sie sich nach einem PLM-Anbieter um, der sowohl flexibles E-Learning als auch Präsenzschulungen im Programm hat, ganz wie es für Ihr Team am besten passt. Idealerweise sollte er ein zertifizierter Ausbildungspartner von Dassault Systèmes sein, dessen Trainer/innen und Ausbilder/innen eine CATIA-Zertifizierung vorweisen können oder sehr erfahrene ENOVIA-Berater/innen sind.
Abschließende Überlegungen...
Im Endeffekt geht es bei der Auswahl einer PLM-Plattform, die Ihnen wirklich etwas bringen soll, nur um die eine Frage:

Ist das Unternehmen ein Anbieter oder ein Partner?

Auf dem Markt gibt es eine Menge PLM-Technologien und viele davon sind exzellente Produkte. Das Problem ist nur: Um alles aus diesen Produkten herauszuholen, brauchen Sie nicht einfach nur einen Verkäufer.

Sie brauchen jemanden, der das große Ganze sieht – was Sie auf strategischer Ebene erreichen wollen und wie Ihr PLM dazu eingesetzt werden kann, dorthin zu kommen. Anders ausgedrückt, Sie brauchen einen echten PLM-Partner und nicht nur einen Produktanbieter.

Jemanden, der auf Ihre Bedürfnisse eingeht und mit Ihnen nach einer Lösung sucht statt Ihnen einen Haufen schrille Add-Ons zu verkaufen, die Sie gar nicht brauchen. Auf diese Weise kaufen Sie etwas, das Ihr Unternehmen voranbringt… und keiner wird Sie fragen: “Was um alles in der Welt ist DAS denn?!”

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